Über uns
A propos „über uns“… : Über uns wird zukünftig keiner mehr wohnen
Das ist der Dirk. Der Dirk ist 37 Jahre alt und wohnt zur Zeit noch in St. Öcken. Er ist in Lemgo geboren. Und weil Dirk nicht zu weit von seinem Papa und seiner Mama und seiner damaligen Freundin Elektrotechnik studieren wollte, ist er nach Hannover gezogen. Jetzt arbeitet er bei einem großen Energieversorgungsunternehmen im Bereich “Softwareverteilung / Server Based Computing”. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Die Energieversorger sorgen dafür, dass aus der Steckdose immer Strom kommt und wir im Hellen sitzen und Daily Soaps gucken können und Dirk sorgt dafür, dass die Mitarbeiter ihren PC mit den neuesten Programmen benutzen können.
Alle Einwohner von Lemgo (also die „Lemgoer“) haben genauso wie die Gummersbacher und Kieler und Hamburger einen kleinen Tick, der genetisch bedingt ist: Sie lieben den Handballsport. Bis vor kurzem hat Dirk deshalb auch noch Handball gespielt nein, eigentlich hat er versucht, anderen das Handballspielen zu vermiesen, denn er stand im Tor. Bis ihm letztes Jahr seine Wirbelsäule beim morgendlichen Sockenanziehen ein großes „Anti-Schild“ vor die Augen gehalten hat und er wegen eines Bandscheibenvorfalls ins Krankenhaus musste. Klingt schlimm, war es auch. Aber Dirk ist von Haus aus – wie alle Lemgoer – Optimist und kann mittlerweile wieder fast alles tun, was ihm Spaß macht – bis aufs Handballspielen. Dafür macht er jetzt wieder mehr Musik, denn er hat schon früher in einer Party Power Band names „Old Chap“ gespielt. Klingt nach Spaß, das war es auch.
Das ist die (Micha)Ela. Die Ela ist 31 Jahre alt und weil sie wollte, dass man sich ihren Geburtstag gut merken kann, ist sie am 1. Januar auf die Welt gekommen und zwar in der Rattenfängerstadt Hameln. Statt eine solide Ausbildung bei der Sparkasse im Weserbergland zu machen, ist sie nach Hannover gezogen, um dort zu studieren. Jetzt ist sie „Diplom-Ingenieurin für Landschafts- und Freiraumplanung“. Oha. Wir haben da mal nachgefragt. Sie beschäftigt sich mit dem Natur- und Umweltschutz und z. B. mit der „Eingriffsregelung“. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich einfach zu erklären: Wenn jemand baut und dadurch einen Baum fällen muss, muss dafür an anderer Stelle für die Vögel wieder ein Baum als Ausgleich gepflanzt werden. Die Ela ist zwar ziemlich klein, hat aber dafür wenn sie singt, eine ganz laute Stimme.
Der Dirk und die Ela haben sich vor zehn Jahren im Studentenwohnheim kennengelernt. Und es dauerte einige Zeit, bis der Dirk ihr sagte, dass er gerne mit ihr zusammensein wolle, nachdem ihn seine Freundin verlassen hatte. Die Ela hat kurz überlegt und dann ja gesagt. Länger hat die Ela überlegt, als Dirk sie vor drei Jahren fragte, ob sie nicht zusammen in ein Haus ziehen wollen. Da sie nicht wusste, wo es sie beruflich hin verschlägt, hat sie lange gezögert, bis sie letztes Jahr gesagt hat „Schit egal, wir suchen uns jetzt ein Haus“. Aber leider haben der Dirk und die Ela hohe Ansprüche gehabt und keiner der Hausverkäufer konnte es ihnen recht machen. Mal war das Haus zu alt, das Grundstück zu nah an einer lauten Straße, mal gab es zu wenig Zimmer, mal war es zu teuer, mal war das Grundstück zu klein oder an einer Straßenecke oder ohne Keller, so dass die Hausmakler immer nur die Augen verdreht haben, wenn sie Dirk und Ela sahen.
Das war dann auch der Grund, warum Dirk und Ela sich entschlossen haben, zu bauen, auch wenn alle möglichen Freunde ihnen davon abgeraten haben. Denn ein Haus zu bauen soll mit ganz viel Stress verbunden sein. Aber Dirk und Ela haben Dank Elas Tante und Onkel sehr schnell einen Generalunternehmer gefunden. Klingt kompliziert, ist aber einfach: Der Generalunternehmer kümmert sich um alles und managt den Hausbau, so dass Ela und Dirk nur zugucken müssen und dann irgendwann in das Haus einziehen können.
Wir sind gespannt und wollten wissen, ob das wirklich so ist. Deshalb haben wir da noch einmal nachgefragt. Aber die Ela und der Dirk können uns dazu noch nichts sagen, denn sie fangen ja gerade erst an zu bauen! Aber sie haben versprochen, uns auf dem Laufenden zu halten.
Übrigens: Und das sind die Eltern von Dirk. Der Papa (links im Bild) von Dirk war Bauingenieur und hat schon einige Häuser gebaut, was ihm richtig viel Spaß gemacht hat. Deshalb freut er sich auch wie ein Schneekönig darauf, dass es „endlich wieder los geht“.